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Heizung


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Heizenergie sparen

Wärme ist ein menschliches Grundbedürfnis. Kein Wunder, dass rund 57% der gesamten Energiekosten eines privaten Haushaltes hierfür verbraucht werden.

Allerdings heizt man nicht selten mehr als nötig und verschenkt so Energie. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Zuhause effizienter und Kosten sparender beheizen können.


 

 

1. Nicht voll aufdrehen

Ob Sie Ihren Thermostatregler nun auf Stufe 3 oder 5 stellen: Ihre Wohnung wird auf der höheren Stufe nicht entscheidend schneller warm.

Aber auf Stufe 5 wird mit ca. 26 °C eine viel zu hohe Temperatur anvisiert. Mit der Folge, dass die eigentlich gewünschte Temperatur überschritten wird. Und das kostet. Unsere Empfehlung daher: Heizen Sie auf Stufe 3. Dies entspricht in der Regel einer angenehmen Raumtemperatur von 20 °C.

 

2. Heizkörper frei machen

Lange Vorhänge, Möbel oder Heizkörperverkleidungen verschlechtern die Wärmeabgabe Ihres Heizkörpers. Darüber hinaus irritiert der so entstehende Wärmestau hinter dem Vorhang auch noch die Thermostatventile.

Das Ergebnis: Hinter dem Vorhang ist es wohlig warm, im Zimmer jedoch schaurig kalt. So wird ohne Not Energie vergeudet.

 

3. Nachts absenken

Eine Wohnung braucht nicht rund um die Uhr in vollem Umfang beheizt zu sein. Senken Sie die Raumtemperatur nachts um 3 bis 5 °C ab. So können Sie im Schlaf Energie sparen.

 

4. Gesundes Klima schaffen

Niemand muss frieren. Doch das Zuhause sollte auch kein Treibhaus sein. Denn jedes Grad über 20°C benötigt ca. 6% mehr Heizenergie.

Und wenn Sie die Raumtemperatur nur um ein Grad senken, können Sie bereits bis zu 80 Euro pro Jahr* sparen.

Deshalb: Sorgen Sie in jedem Zimmer für eine angemessene, gesunde Temperatur. Empfohlen sind: Wohnzimmer 20°, Flur 15 °C, Schlafzimmer 15 bis 18 °C, Küche 16 bis 18 °C, Kinderzimmer 20 °C, Bad 23 °C, Arbeitszimmer 18°C.

* gemessen am Verbrauch eines durchschnittlichen 4-Personen-Haushalts, Quelle: Umweltbundesamt.

 

5. Kurz, aber richtig lüften

Gekippte Fenster bringen kaum frische Luft, aber können die Heizkosten immens erhöhen. Unsere Empfehlung zum Lüften: Öffnen Sie für einen kurzen Moment die Fenster weit, anstatt sie dauerhaft auf Kipp zu halten. Je kälter es draußen ist, desto kürzer kann die Lüftungsphase sein, da der Luftaustausch bei Kälte rascher vor sich geht. Während des Lüftens sollten Sie die Heizkörperthermostate runterdrehen.

 

6. Sparen vorprogrammiert

Eine unnötig hohe Heizwassertemperatur verbraucht viel Energie. Deshalb passt die Heizungsregelung die Heizwassertemperatur automatisch der Außentemperatur an. Diese so genannte Heizkurve sollte richtig eingestellt und dem Bedarf angepasst sein, um unnötige Heizkosten zu vermeiden. Lassen Sie sich bei der nächsten Heizungswartung von Ihrem Heizungsfachmann beraten.

 

7. Effektiver pumpen

Lassen Sie von Ihrem Heizungsfachmann überprüfen, inwiefern Ihre Umwälzpumpe technisch noch auf dem neuesten Stand ist. Moderne Pumpen benötigen in der Regel viel weniger Strom als ältere Modelle und pumpen nur so viel Wasser, wie tatsächlich zum Heizen benötigt wird.

 

8. Nischen dämmen

In Altbauwohnungen sind die Nischen hinter den Heizkörpern oft dünn. Dort kann die Wärme leicht nach außen entweichen. Wenn zwischen Heizkörper und Wand genügend Platz ist, können Sie mit speziellen Dämmplatten oder flexiblen Dämmfolien den Wärmeverlust verringern.

 

9. Abends zuziehen

Wenn es draußen dunkel wird, sollten Sie die Rollläden oder Rollos vor den Fenstern herunterlassen. Denn auch diese haben eine Dämmwirkung und helfen mit, die Wärme im Haus zu halten.

 

10. Leitungen prüfen

Je länger die Heizungsleitungen sind, desto mehr Energie kann auf dem Weg vom Heizkessel zum Heizkörper verloren gehen. Überprüfen Sie daher, ob die Leitungen insbesondere dort gedämmt sind, wo sie durch ungeheizte Räume (etwa den Keller) laufen. Mit einem speziellen Dämm-Material für Rohre können Sie die Leitungen nachträglich einfach und effektiv dämmen. Eine kleine Investition mit großem Nutzen.

 

11. Heizung warten lassen

Regelmäßige Wartung erhält die Betriebssicherheit der Heizung und erhöht ihre Lebensdauer. Auch Energie und Geld lassen sich so sparen, denn abgesetzte Schmutzpartikel, die die Verbrennung und Wärmeübertragung behindern, können beseitigt werden. Ebenso kann im Zuge der Wartung die Anlage grundsätzlich besser eingestellt werden.

 

12. Heizen auf neuestem Stand

Ein moderner Erdgas-Brennwertkessel arbeitet wesentlich effizienter und spart im Vergleich zu einer alten Heizungsanlage bis zu 30 % Energie und Geld ein. Informieren Sie sich am besten noch in der heizfreien Zeit über mögliche Modernisierungsmaßnahmen.